WordPress-Hosting im Vergleich: All-Inkl, Raidboxes, Hetzner und Co.
Ich bin seit Jahren bei All-Inkl. In der Zeit habe ich mehrere andere Hoster für Kundenprojekte mit verglichen, mal aus Neugier, mal aus Notwendigkeit, weil ein Kunde dort schon hostete. Was ich gelernt habe: Es gibt nicht den einen besten Hoster. Es gibt nur den passenden Hoster für deinen Use Case und dein Budget.
Diese Seite ist mein ehrlicher Vergleich. Ich verlinke auf die Anbieter mit Affiliate-Links, das kennzeichne ich transparent. Was ich nicht mache: Hoster empfehlen, von denen ich nur aus zweiter Hand gehört habe. Alle Anbieter, die ich hier nenne, habe ich selbst genutzt oder kenne Leute, die seit Jahren damit arbeiten.


Welcher Hoster passt zu welchem Use Case?
Drei Faustregeln aus meiner Praxis:
- Du brauchst günstig, mit vielen Domains und E-Mail-Postfächern für mehrere Projekte: All-Inkl (Werbung: All-Inkl)
- Du betreibst eine wichtige WordPress-Seite und willst dich um nichts kümmern: Raidboxes (Werbung: Raidboxes)
- Du willst maximalen Speed für relativ wenig Geld und bist technisch fit: Hetzner oder Webgo
Wer das nicht beachtet, zahlt entweder zu viel für Funktionen, die er nie nutzt, oder spart am falschen Ende und ärgert sich monatlich über lahme Ladezeiten.
All-Inkl: Mein eigener Hoster seit Jahren (Werbung: All-Inkl)
Ich hoste seit Jahren bei All-Inkl (Werbung: All-Inkl). Diese Seite, die du gerade liest, läuft dort. Mehrere Kundenprojekte, die ich betreue, ebenfalls. In all der Zeit hatte ich praktisch keine Ausfälle, der Support antwortet schnell, die Performance ist für eine WordPress-Seite mit überschaubarem Traffic mehr als ausreichend.
Warum ich bei All-Inkl geblieben bin
- Preis-Leistungs-Verhältnis ist exzellent. Im PrivatPlus-Tarif ab etwa 8 € pro Monat bekommst du 200 GB Speicherplatz, 5 Domains inklusive und unbegrenzte E-Mail-Postfächer. Das ist preislich kaum zu schlagen.
- Server stehen in Deutschland (Dresden). DSGVO-relevant und datenschutzfreundlich.
- Eigene Verwaltungsoberfläche KAS. Sieht etwas altmodisch aus, ist aber funktional und übersichtlich. Du musst dich nicht durch Plesk- oder cPanel-Dschungel kämpfen.
- Support ist deutsch und kompetent. Wenn du anrufst, bist du in der Regel innerhalb weniger Minuten dran.
- Mehrere Domains und Multi-Site-Setup einfach möglich. Wer mehrere kleine Projekte hat, kann sie alle in einem Tarif unterbringen.
Wo All-Inkl an Grenzen kommt
Es ist klassisches Shared Hosting. Das heißt: Du teilst dir den Server mit anderen Kunden. Wenn nebenan ein Online-Shop am Black Friday tausende Besucher gleichzeitig hat, kann sich das auch bei dir bemerkbar machen. Für meine Projekte ist das nie zum Problem geworden, weil ich keine extreme Spitzenlast habe. Wer aber einen ernsthaften Online-Shop oder eine virale Webseite betreibt, sollte zu Managed-Hosting wechseln.
Außerdem: All-Inkl ist kein spezialisierter WordPress-Hoster. Updates musst du selbst einspielen, Caching musst du selbst konfigurieren (zum Beispiel mit WP Rocket oder Autoptimize). Wer das technisch nicht selbst machen will, ist bei Raidboxes besser aufgehoben.
Tarife im Überblick
- Privat: ab 4,95 € pro Monat. 50 GB Speicher, 3 Domains. Für Hobby-Projekte.
- PrivatPlus: ab 7,95 € pro Monat. 200 GB, 5 Domains. Mein Standard-Tarif für die meisten Kunden.
- Premium: ab 14,95 € pro Monat. Mehr Speicher, mehr Domains, schneller. Für mittelgroße Setups.
- Business: ab 24,95 € pro Monat. 500 GB, 20 Domains. Für mehrere parallele Projekte.
Es gibt eine 3-monatige Testphase, du kannst monatlich kündigen. Zu All-Inkl (Werbung: All-Inkl)


Raidboxes: Managed WordPress-Hosting auf Premium-Niveau (Werbung: Raidboxes)
Raidboxes (Werbung: Raidboxes) ist der deutsche Premium-Anbieter im Bereich Managed WordPress-Hosting. Während du bei All-Inkl alles selbst einrichtest und pflegst, übernimmt Raidboxes Updates, Caching, Security und Backups für dich. Dafür zahlst du auch entsprechend mehr.
Was Raidboxes besonders macht
- Echte Managed-Lösung. Du bekommst eine vorkonfigurierte WordPress-Installation, die von Haus aus auf Speed und Sicherheit optimiert ist.
- Server-seitiges Caching (NGINX, OPcache). Deine Seite lädt deutlich schneller als auf normalem Shared Hosting.
- Tägliche Backups inklusive. Im Notfall klickst du dich mit zwei Klicks zurück auf die Version von gestern.
- Staging-Umgebung mit einem Klick. Du kannst Änderungen testen, ohne die Live-Seite zu gefährden.
- Sicherheit. Brute-Force-Schutz, automatische Aktualisierungen, regelmäßige Security-Audits.
- Support ist erstklassig. Antwortzeiten oft im Minutenbereich, deutsche Mitarbeiter, kompetent.
- Klimafreundliches Hosting mit Ökostrom in Deutschland (Münster).
Wo Raidboxes seine Schwächen hat
Der Preis. Der Mini-Tarif startet bei 9-15 € pro Monat, aber damit hast du nur eine WordPress-Installation. Für jede weitere Webseite brauchst du eine weitere Box. Bei drei Webseiten zahlst du schnell 30-45 € im Monat, was bei All-Inkl einer einzigen Tarif-Position entspricht.
Außerdem: E-Mail-Postfächer und Domains sind nicht inklusive. Postfächer kosten extra (1,50-6 € pro Monat), Domains separat. Wer das nicht weiß, wundert sich über die Endsumme.
Manche Plugins sind aus Sicherheits- und Performance-Gründen blockiert. Das ist meistens richtig so, kann aber bei speziellen Use Cases nervig sein.
Wann Raidboxes die richtige Wahl ist
- Du hast eine wichtige WordPress-Seite mit echtem Geschäftshintergrund
- Du willst dich nicht selbst um Updates und Sicherheit kümmern
- Performance ist dir wichtig (Online-Shop, Lead-Funnels)
- Du betreibst mehrere WordPress-Projekte und willst sie in einem zentralen Dashboard verwalten
- Du legst Wert auf deutschen Support und Server in Deutschland
Tarife
- Mini: ab 15 € pro Monat (Shared Hosting für eine WordPress-Installation)
- Starter: ab 20 € pro Monat (eigene Ressourcen)
- Fully Managed: ab 35 € pro Monat (Plugin-Updates inklusive)
- Höhere Tarife für mehr Performance und mehr Boxes verfügbar
Persönliche SEO-Beratung — 299 € Festpreis
Du willst nicht nur ein Tool wechseln, sondern wissen, wo du als nächstes ansetzen solltest? Eine Stunde mit mir persönlich, vorbereitet und konkret. Ich mache vorab eine Recherche zu deiner Webseite und sage dir live, was den größten Hebel hat.
Hetzner: Power-User-Hosting für technisch Versierte (Werbung: Hetzner)
Hetzner (Werbung: Hetzner) ist der deutsche Geheimtipp für alle, die maximale Performance für wenig Geld wollen und technisch fit genug sind, einen Server selbst zu konfigurieren.
Was Hetzner stark macht
- Sehr günstige Cloud-Server ab etwa 4 € pro Monat. Was du dafür an Leistung bekommst, ist mit Shared Hosting nicht zu vergleichen.
- Server-Standorte in Deutschland und Finnland. Beide DSGVO-konform.
- Excellent Performance. Eigene Hardware, dedizierte Ressourcen, schnelle Anbindung.
- Gute API für Automatisierung. Wer mehrere Projekte verwaltet, kann viel automatisieren.
Wo es schwierig wird
Hetzner liefert dir den Server, aber keine fertige Software-Umgebung. Wer Hetzner nutzt, muss selbst einen Webserver installieren (Apache, NGINX), PHP konfigurieren, MySQL einrichten, SSL-Zertifikate per Hand setzen und Backups planen. Für Einsteiger ist das nichts.
Es gibt zwar Managed-Lösungen wie ServerProfis oder ähnliche, die Hetzner-Server für dich verwalten. Aber das treibt den Preis nach oben und nimmt einen großen Teil der Sparvorteile wieder weg.
Wann Hetzner Sinn macht
- Du bist technisch fit (Linux-Grundlagen, Webserver-Konfiguration)
- Du willst eigene Anwendungen hosten, nicht nur WordPress
- Du hast mehrere Projekte und willst sie auf einem Server konsolidieren
- Du willst maximale Performance pro Euro


Webgo und IONOS: Solide Mittelklasse (Werbung: IONOS)
Webgo (Werbung: Webgo) und IONOS (Werbung: IONOS) sind zwei deutsche Anbieter, die zwischen All-Inkl und Raidboxes positioniert sind. Beide bieten Shared Hosting plus optional Managed-Tarife.
Webgo
Webgo aus Hamburg ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Der Support hat einen sehr guten Ruf, die Performance ist solide, die Preise liegen zwischen All-Inkl und Raidboxes. Wer mit All-Inkl unzufrieden ist, aber kein Premium-Hosting bei Raidboxes braucht, findet hier oft den passenden Mittelweg.
IONOS (vormals 1&1)
IONOS ist der Mainstream-Anbieter, den fast jeder kennt. Riesige Marketing-Reichweite, viele Tarife, passable Performance. Persönlich hatte ich mit IONOS in der Vergangenheit gemischte Erfahrungen: Manche Setups liefen super, andere waren zäh. Das Customer-Center ist überladen, der Support hat sich aber in den letzten Jahren deutlich verbessert.
Wann diese Anbieter passen
- Du willst einen bekannten Markennamen (relevant bei manchen Geschäftskunden)
- Du brauchst einen Anbieter, der auch Office-365-Pakete oder andere Zusatzleistungen mit anbietet
- Du legst Wert auf 24/7-Telefon-Support
Mein klares Fazit zum WordPress-Hosting
Wer eine kleine bis mittlere WordPress-Seite betreibt und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis will, ist bei All-Inkl (Werbung: All-Inkl) hervorragend aufgehoben. Das ist seit Jahren mein eigener Hoster und ich habe noch keinen Grund gefunden, zu wechseln.
Wer eine Premium-WordPress-Seite betreibt, bei der Ausfallzeiten echtes Geld kosten würden, kommt bei Raidboxes (Werbung: Raidboxes) nicht vorbei. Der Aufpreis lohnt sich, sobald deine Seite ernsthaftes Business macht.
Wer technisch fit ist und mehrere Projekte parallel betreibt, sollte sich Hetzner (Werbung: Hetzner) anschauen. Mit dem nötigen Know-how holst du dort Performance heraus, die in keinem anderen Bereich möglich ist.
Was ich nicht empfehle: Den günstigsten Anbieter zu nehmen, den du in einer Werbeanzeige siehst. Webhosting ist die Basis deines gesamten Online-Geschäfts. Wenn die Basis wackelt, wackelt alles. Lieber 5 € im Monat mehr für einen seriösen Anbieter als 2 € für einen, der dich im Stich lässt.
Häufige Fragen zum WordPress-Hosting
Was ist der Unterschied zwischen Shared Hosting und Managed WordPress-Hosting?
Beim Shared Hosting (zum Beispiel All-Inkl) teilst du dir einen Server mit anderen Kunden und kümmerst dich selbst um WordPress-Installation, Updates und Optimierung. Beim Managed WordPress-Hosting (zum Beispiel Raidboxes) bekommst du eine vorkonfigurierte WordPress-Umgebung, der Anbieter kümmert sich um die meisten technischen Themen.
Wie viel sollte ich für Webhosting im Monat ausgeben?
Faustregel: Bei einer Hobby-Seite reichen 5-8 € pro Monat. Bei einer geschäftlich genutzten Seite solltest du 15-30 € einplanen. Bei einer Seite, die direkt Umsatz generiert (Shop, Lead-Funnel), oft 30-100 € pro Monat. Wer hier zu sehr spart, riskiert Ausfälle, die deutlich teurer sind als ein etwas teurerer Tarif.
Warum ist mein Hosting-Tarif zu langsam?
Häufige Ursachen: Zu viele Plugins, kein Caching, große unkomprimierte Bilder, veraltete PHP-Version. Erst diese Themen prüfen, dann über Hoster-Wechsel nachdenken. Manchmal liegt es aber tatsächlich am Hosting, besonders wenn du auf einem überfüllten Shared-Server liegst.
Lohnt sich der Wechsel zu Managed WordPress-Hosting?
Wenn deine Seite unter Last langsam wird oder du regelmäßig technische Probleme hast, ja. Wenn alles läuft und du technisch ausreichend fit bist, eher nicht. Der Aufpreis lohnt sich nur, wenn die Mehrleistung tatsächlich genutzt wird.
Wie funktioniert ein Hoster-Wechsel?
Im Grunde: Webseite beim alten Hoster sichern, beim neuen Hoster einrichten, DNS-Einträge umstellen. Klingt einfach, ist es oft auch. Aber: WordPress-Datenbank, E-Mail-Konten, SSL-Zertifikate müssen alle migriert werden. Viele Hoster bieten kostenlose Umzugsservices an. Raidboxes zum Beispiel migriert deine Webseite gratis von einem anderen Hoster, das ist Gold wert.
Brauche ich ein Hosting in Deutschland?
Aus DSGVO-Sicht ist es deutlich einfacher. Wenn deine Daten ausschließlich in Deutschland oder der EU verarbeitet werden, sparst du dir Diskussionen über Drittlandstransfer. Performance-mäßig sind deutsche Server für deutsche Besucher auch immer ein Stück schneller. Mein klares Ja: Hosting in Deutschland.
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